Bei Karibik denkt man an Strand, Palmen und Reggae, aber nicht an Hinrichtungen. Und doch gehören die englischsprachigen Karibik-Staaten zu den Verfechtern der Todesstrafe. Dagegen protestiert Amnesty International am 10. Oktober, dem Internationalen Tag gegen die Todesstrafe.

 

Als die UNO-Generalversammlung zuletzt 2012 über eine Resolution zur weltweiten Aussetzung der Todesstrafe abstimmte, votierten die Staaten der englischsprachigen Karibik geschlossen dagegen.

 

In allen Ländern der englischsprachigen Karibik ist die Todesstrafe in den Gesetzbüchern verankert und kann für Mord - und zum Teil auch für Hochverrat, Terrorakte oder militärische Straftaten - verhängt werden. In Trinidad und Tobago sowie in Barbados ist die Todesstrafe bei Mordfällen sogar zwingend vorgeschrieben, so dass die Umstände der Tat im Prozess nicht berücksichtigt werden.

 

Hingerichtet werden jedoch nur wenige Menschen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Todesstrafe in den meisten Ländern nach fünf Jahren in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt werden kann.

 

Die Justizsysteme sind in beiden Ländern schlecht ausgestattet: Es fehlt an Personal, Rechtsbeiständen, Geschworenen und Zeugenschutzprogrammen. In Kombination mit Korruption und einer ineffektiven Polizei sind ordentliche Gerichtsverfahren deshalb oft nicht möglich. Problematisch ist auch, dass die geistige Gesundheit der Angeklagten in den Gerichtsprozessen nur unzulänglich überprüft wird.

 

Werden Sie aktiv und beteiligen Sie sich an der Online-Aktion von Amnesty International! Schreiben Sie eine E-Mail an den Premierminister von Barbados und die Premierministerin von Trinidad und Tobago und fordern Sie sie auf, die Todesstrafe abzuschaffen! 

 

 

Weitere Informationen und Petition zeichnen:
 http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action3/common/public/?action_KEY=9390&d=1